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Geburtstag: 15.06.1964 Geburtsort: Amos, PQ, Canada
Stationen als Spieler
Granby Bisons, Laval Voisins, Sherbrooke Canadiens, EV Duisburg, Frankfurt Lions, Grefrather EV/EC
Saison 1990/91, ein mit Aufstiegsambitionen gestartetes Team des KEV liegt kurz vor Weihnachten weit abgeschlagen am Tabellenende der zweiten Liga. Die Situation erscheint aussichtslos, ein Abstieg weitaus wahrscheinlicher als der eigentlich anvisierte Aufstieg. Da plant der erste Vorsitzende Uli Urban den großen Befreiungsschlag: Er holt neben Top-Goalie Karel Lang und Trainer Mike Zettel beide ebenfalls Mitglieder dieser Hall of Fame , Peter Jedrus und Alexander Schwaiger noch einen der besten Stürmer der zweiten Liga: François ("Frank") Sills!
Und der beim EV Duisburg losgeeiste Torjäger entwickelte sich schnell zum Publikumsliebling neben eben Karel Lang. Gestützt in erster Linie auf die Leistungen dieser beiden Top-Athleten rollte man das Feld schnell von hinten auf. Lang hielt den eigenen Kasten sauber, Sills sorgte für die nötige offensive Unterstützung. Und in nur 34 Spielen schoss er 41 Tore und erreichte 85 Punkte!
Was ihn vor allem auszeichnete war ein unglaublich harter und dazu noch präziser Schlagschuss. Niemand, der es live erlebt hat wird wohl jemals vergessen, wie "Frankie" einmal die Frage "ausspielen oder schießen" beim Penalty wesentlich früher beantwortete als man das gewohnt war: Von der blauen Linie zog er ab und donnerte die Scheibe unhaltbar in den Winkel. Eine Situation, die wohl die meisten Eishockeykenner, die nicht selbst zugegen waren, als "urban Legend abtun würden!
Kein Wunder also, dass man sich die Dienste des Kanadiers auch in der ersten Liga weiterhin sicherte. Und er enttäuschte nicht. Drei Jahre in Folge schoss er mehr als zwanzig Tore, scheiterte 1993/94 gar nur um einen Einschuss an der Marke von 30 Treffern. Die Reihe mit Bruce Eakin und Johnny Walker, die er lange bildete, galt seinerzeit als die gefährlichste und offensivstärkste der gesamten Bundesliga. Im Jahr 1992/93 kamen die Drei zusammen in nur 44 Spielen auf unglaubliche 81 Tore und 178 Punkte!
Doch der ganz große Wurf eines Titels blieb ihm verwehrt. Und als im Sommer 1994 Eakin nach Düsseldorf wechselte, da schien auch Frank Sills nicht mehr richtig klar zu kommen. Ein neuer Star, Chris Lindberg, hatte ihm, gemeinsam mit Johnny Walker, ein wenig den Rang abgelaufen. Dennoch konnte er knapp 1,5 Punkte pro Spiel erzielen. In den Playoffs dann war er mit 11 Toren in 14 Spielen bester Torjäger der Pinguine und mit 17 Punkten hinter Johnny Walker zweitbester Scorer. Doch es reichte nicht. Trotz einer Führung von 2-0 Spielen im Halbfinale verpasste man den Einzug ins Finale. Für François bedeutete dies das Ende seiner Krefelder Zeit. Der ganz große Erfolg blieb ihm zwar knapp verwährt, doch was blieb war ein entscheidender Beitrag zum Aufstieg, langjährige Dominanz in der ersten Liga und viele, viele Fans.
Auch muss er sich nicht vorwerfen lassen, in den Wirren des finanziellen Kollapses 1995 "gekniffen" zu haben. Lange vorher bereits stand nach Differenzen mit Coach Mike Zettel sein Wechsel nach Frankfurt fest. Dort wusste er mit 32 Treffern in der folgenden Saison noch einmal voll zu überzeugen. Doch schon eine weitere Saison später kehrte er an den Niederrhein zurück und ließ seine Karriere, mit 34 Jahren erstaunlich früh, beim Grefrather EV in der zweiten Liga ausklingen. Wenige Spieler, Ausnahmen bilden hier vielleicht Johnny Walker, Karel Lang und mit Abstrichen Chris Lindberg und Jayson Meyer, wussten ihre jeweilige Zeit in Krefeld so sehr zu prägen wie Frank Sills. Jahrelang war er Herz und Seele des Teams und machte sich den Fans der Pinguine unvergesslich.
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