Nr.: 13
Marc Schaub
Geb.: 12.04.1992
Nation:
Grösse: 185 cm
Gewicht: 85 kg
Schiesst: rechts

Für die Pinguine ist ein wichtiges Standbein des Konzeptes für die Zukunft, im Sommer noch einmal im „Konzept 2015“ formuliert, der eigene Nachwuchs. Und hier besonders Jungs, die eine starke Identifikation mit Krefeld haben, die hier das Eishockeyspielen erlernten und Krefeld als ihre Heimatstadt ansehen. Und was in dieser Hinsicht Jungs wie Pietta, Huebscher, Riefers oder Noebels begannen, das führt nun unter Anderem Marc Schaub fort - und der am 12.04.1992 geborene Außenstürmer dürfte wohl in jeder Hinsicht das perfekte Beispiel für diesen Weg sein! Nicht nur, dass der 185 cm große und 85 kg schwere Rechtsschütze alle Nachwuchsteams des KEV durchlief und gebürtiger Krefelder ist, nein, auch sein Vater Uwe ist im Eishockey in Krefeld kein Unbekannter. Lange spielte der Verteidiger für das Profiteam, damals in der zweiten Liga und arbeitet derzeit als DNL-Trainer beim KEV81. Die so genannte "Blutlinie" könnte also kaum besser sein!

Sprung in die DNL

In die DNL kam Marc in der Saison 2007/08. Hier konnte er sich allerdings nur begrenzt in Szene setzen. Als jüngster Jahrgang, war kein Platz für ihn in den ersten Reihen. Und so musste er sich mit einer Rolle als eher defensiv ausgerichteter Spieler zufrieden geben. Nur ein Punkt aus 33 Spielen war daraus die logische Folge.

Entwicklung zum Leistungsträger

Doch Marc ließ sich davon nicht entmutigen. Im Gegenteil! Im Spieljahr 2008/09 kam für ihn der offensive Durchbruch. Die bestimmenden Spieler des Vorjahres waren aus Altersgründen gegangen und plötzlich stand er in vorderster Linie auf dem Eis. 35 Einsätze brachten ihm 12 Tore und 26 Punkte. Damit war er Drittbester Scorer des Teams. Dennoch, das Team tragen konnte er nicht und man schaffte nur mit knapper Not den Klassenerhalt. Es war aber ein großer Schritt für das Eigengewächs, das sich immer mehr zu einem hervorragenden Torjäger entwickelte.

Toptorjäger der Liga

Wie weit diese Entwicklung vorangeschritten war, das zeigte sich dann in der folgenden Saison. Endlich hatte er die spielstarken Mitspieler, die ein Torjäger seiner Klasse benötigt. Gemeinsam mit Marcel Noebels und dem ebenfalls zurück gekommenen Julian van Lijden, bildete er eine der stärksten Reihen der DNL. Mit 56 Punkten aus 36 Spielen war er hinter van Lijden zweitbester Scorer des Teams. Mit 29 Einschüssen war Marc außerdem Toptorjäger des Teams. Ligaweit lag er in dieser Wertung sogar lange in Führung und kam letztlich auf Rang 4. In der +/- Wertung bedeutete seine Statistik von +22 ebenfalls einen Topwert in der Liga. Führend jedoch war er in einer anderen Statistik: Ligaweit gab er die meisten Torschüsse ab (199)! Und nicht umsonst sagt man, jede Scheibe zum Tor sei eine Gute. Allzu oft rutscht auch guten Goalies mal ein scheinbar harmloser Schuss durch, weil er abgefälscht oder die Sicht versperrt ist. Die Pinguine jedenfalls mochten, was sie sahen und statteten ihn mit einem 3-Jahresvertrag bis 2013 aus.

Erste Schritte in der DEL

So nahm er an der kompletten Vorbereitung der Pinguine auf die Saison 2010/11 teil und zeigte bei einigen Testspielen schon im Ansatz seine Torgefahr. Er trainierte weitgehend mit der Profi-Mannschaft, spielte aber in der DNL. Doch natürlich war er aufgrund des fehlenden Trainings mit den Teamkameraden nicht zu 100% mit ihnen eingespielt, was sich darin äußerte, dass er "nur" viertbester Scorer des Teams war. Doch die absoluten Werte zeigen, auf welch hohem Niveau man hier einschränkt: Mit 25 Tore aus 31 Spielen lag er nicht weiter unter einem Wert von einem Tor pro Spiel! 53 Punkte bedeuteten knapp zwei Punkte pro Einsatz für den Teamkapitän. Ligaweit bedeutete das Platz 5 der Scorer und Rang vier bei den Torjägern. Mit +29 war er Fünftbester in der DNL und auch seine 149 Torschüsse gehörten wieder zu den Spitzenwerten der Liga (Platz 4). Doch der eindrücklichste Moment seiner Saison kam, nachdem die DNL bereits aus den Playoffs ausgeschieden war: Im DEL Halbfinale in Wolfsburg fand er sich plötzlich auf dem Eis wieder und hatte in seinem allerersten DEL-Wechsel in einem Halbfinale sogar eine große Torchance, die der gegnerische Torwart nur mit einer starken Parade vereiteln konnte.

Etablierung in der DEL trotz Verletzungsseuche

So ging er naturgemäß voll motiviert und mit viel Optimismus in die Vorbereitung auf die DEL-Spielzeit 2011/12. Er zeigte gute Trainingsleistungen und kam auch in einigen Testspielen zum Einsatz. Parallel spielte er aber auch einige Testspiele im Oberligateam. Und da geschah es dann: Bei einem unglücklichen Check verdrehte er sich den Ellenbogen und fiel für rund sechs Wochen aus. Der DEL-Traum schien vorerst geplatzt. Doch kaum war er wieder fit, da stand er urplötzlich wieder in der DEL auf dem Eis. Das allein zeigt die Wertschätzung, die Trainer Adduono für das junge Eigengewächs hegt. Wochenlang stand Marc fest im Aufgebot und konnte sogar seine ersten beiden Torvorlagen in der DEL verbuchen. Doch dann erwischte es ihn zum zweiten Mal: Im Auswärtsspiel in Iserlohn im November zog er sich eine schwere Schulterverletzung zu und fiel bis März aus. Doch in den letzten beiden Saisonspielen war er wieder da und bekam im letzten Spiel sogar Eiszeit in der ersten Reihe mit Vasiljevs und Pietta, da Boris Blank gesperrt fehlte. Auch das zeigt Rick Adduonos Wertschätzung für den jungen Torjäger. Bleibt er also verletzungsfrei, so ist die Chance sehr groß, dass Marc in der kommenden Saison eine wesentlich größere Rolle im Pinguine-Team spielen wird!