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Nr. 19 |
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Michael Endraß |
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Geb.: |
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18.09.1988 |
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Nation: |
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Grösse: |
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174 cm |
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Gewicht: |
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80 kg |
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Schiesst: |
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links |
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Förderlizenz: |
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EC Bad Nauheim |
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Bereits in seine vierte Saison in Krefeld geht mit Michi Endraß ein Spieler, der trotz seiner mittlerweile durchaus respektablen DEL-Erfahrung mit zu Saisonbeginn noch 22 Jahren (Geburtsdatum 18.09.1988) immer noch zu den jüngeren Spielern gehört. Der mit 1,74 m Größe und 78 kg Gewicht eher kleine Stürmer machte sich vor Allem als harter Arbeiter und hervorragender Forechecker einen Namen. Als Scorer konnte sich der wieselflinke Außen bisher nur teilweise richtig etablieren, doch immer wieder zeigt er auch hier gute Ansätze und steuert wichtige Treffer oder gute Offensivaktionen bei. Unvergessen beispielsweise sein Auftritt in den Playoffs 2009, als er in einer entscheidenden Situation in vollem Lauf hinter dem gegnerischen Tor die Scheibe auf die Kelle nahm, um sie, fast genauso wie der Finne Granlund im WM-Finale 2011 (übrigens in vergleichbarem Alter), mit einer schnellen Drehung in den Winkel zu legen. Leider scheiterte er denkbar knapp am Pfosten. Doch diese Szene in einer wichtigen Spielsituation verdeutlicht die Stärken des wieselflinken Außen: Läuferisch überragend mit guter Stocktechnik und einer riesigen Portion Frechheit.
Karrierebeginn in Bad Tölz
Seinen Start in eine Karriere unter Profibedingungen fand der gebürtige Bad Tölzer beim Team seiner Heimatstadt, dem EC Bad Tölz. Im dortigen DNL-Team debütierte er in der Saison 2003/04. Mit 4 Toren und 9 Punkten bei 4 Strafminuten aus 31 Spielen konnte er einen recht soliden Karriereauftakt hinlegen. Sein Potential und vor Allem seine Torjägerqualitäten, konnte er dann im folgenden Jahr zeigen. Als Spieler des mittleren Jahrganges konnte er mit 18 Toren aus 34 Spielen mehr als 0,5 Tore pro Spiel hinlegen. 29 Punkte ließen ihn nur knapp daran scheitern, zu den "Punkt-Pro-Spiel" Spielern zu gehören. Außerdem war er mit 36 Strafminuten durchaus fair. Mit einem weiteren Treffer in den Playoffs zeigte er, dass er auch in der Heißen Phase der Saison produktiv zu sein weiß.
Erste Einsätze bei den Profis
So kam es, dass er schon in der Saison 2005/06 mit erst 17 Jahren sein Profidebüt in der zweiten Bundesliga feierte. Ebenfalls für den EC Bad Tölz absolvierte er 27 Zweitligapartien, in denen er mit einem Tor und 4 Punkten einen hervorragenden Einstand hinlegte. Natürlich war er aber nicht der Spieler, der das Team in seinem Alter schon mitreißen konnten. Und so konnte er nicht verhindern, dass die Mannschaft zunächst die Playoffs verpasste und schließlich nach erfolgloser Abstiegsrunde in die Drittklassigkeit rutschte. In den 9 Spielen der genannten Abstiegsrunde blieb der junge Stürmer ohne weitere Punkte. Parallel zu diesen ersten Profieinsätzen absolvierte er weitere 25 Partien in der DNL, wo er mit 18 Toren und 39 Punkten bei 54 Strafminuten auf über 1,5 Punkte pro Spiel kam und sich sogar der Marke von einem Tor pro Spiel annäherte. Darüber hinaus konnte er in 2 Playoffspielen seine herausragende Stellung mit 3 Toren untermauern.
Stammspieler in der Oberliga
Auch im Spieljahr 2006/07 blieb er den Tölzern treu und mauserte sich in der Oberliga zu einem wertvollen Spieler! Mit seinen 18 Jahren kam er auf starke 6 Tore und 19 Punkte in 46 Spielen bei 8 Strafminuten. 12 Einsätze in den Playoffs blieben für ihn ohne persönliches Erfolgserlebnis. Seine Leistungen waren so stark, dass die Pinguine bereits hier auf ihn aufmerksam wurden. Schließlich nähert sich nicht jeder Spieler bereits mit 18 dem Wert von 0,5 Punkten pro Spiel in er Oberliga an!
Leistungsträger in Deggendorf
Im Sommer 2007 wechselte er dann zum Krefelder Kooperationspartner Deggendorf. Gemeinsam mit seinen dortigen Mannschaftskameraden Daniel Lupzig und Markus Ruderer nahm er an der kompletten Vorbereitung der Pinguine teil. Dabei wusste er durch großen Einsatz und gute technische Ausbildung zu überzeugen. Der mit einer Förderlizenz ausgestattete Torjäger sollte sich aber vorläufig weiter in der Oberliga entwickeln, ähnlich, wie man es ein Jahr zuvor mit Patrick Hager gemacht hatte, der auch zunächst eine komplette Saison mit Förderlizenz in der Oberliga verbrachte, ehe man ihn langfristig an die Pinguine band. Insgesamt finden sich zwischen Hager und Endraß in der Entwicklung - wenn auch nicht unbedingt in der Spielweise - erstaunliche Parallelen! Hager brachte es in seinem letzten Oberligajahr auf 16 Tore und 30 Punkte - aus 47 Spielen - Endraß benötigte für 12 Treffer und 26 Zähler bei einer langen Verletzungspause nur 35 Einsätze.
Debüt in der DEL
Und so banden die Pinguine das Talent an sich und statteten es mit einem Vertrag bis 2010 aus, der zwischenzeitlich per Option bis 2011 verlängert wurde. Und wie gut diese Entscheidung war zeigte sich praktisch vom Start weg. Seinen ersten DEL-Punkt machte Michi direkt im ersten Heimspiel bei einem enorm wichtigen Treffer zur zwischenzeitlichen Führung gegen Straubing. Er brachte mit seinen Reihengefährten einen schier unglaublichen Einsatz aufs Eis und schoss sogar das erste Playofftor unseres Teams! Letztlich weist seine Bilanz 50 Einsätze, 3 Treffer und 13 Punkte bei +6 aus - und er hatte trotz allen Einsatzes und einer sehr aufwendigen Spielweise nur ganze 6 Strafminuten abzusitzen. Werte also, die gerade für einen "Rookie", also einen Spieler im ersten Jahr, geradezu unglaublich anmuten. So wurden natürlich vor der folgenden Saison hohe Erwartungen an den Linksaußen gestellt. Und Michi erfüllte diese vollauf! Hervorragende 12 Tore, 27 Punkte und -4 bei 26 Strafminuten lautete die starke Bilanz seines zweiten DEL-Jahres. Darüber hinaus war er einer der Wenigen, die dem Verletzungsfluch einigermaßen entgehen konnten. Nur eine Partie verpasste er aufgrund einer Krankheit und war so mit 55 Einsätzen "Marathon-Mann" der Schwarz-Gelben.
Konsolidierung im dritten Jahr
Leider konnte er in der folgenden Spielzeit 2010/11 an diese starken offensiven Werte nicht anknüpfen und blieb sogar hinter der Ausbeute seiner Debütsaison weit zurück. Zwar startete er sogar in Reihe 2, gemeinsam mit Stephens und Hager, doch irgendwie fand die Linie nie zu der Chemie, die man sich im Trainerteam erhofft hatte. Gerade für Michi wollte die Scheibe einfach nicht ins Tor. Und so rutschte er in der Hierarchie der Stürmer Stück für Stück ab und musste am Saisonende sogar um Eiszeit in der vierten Reihe kämpfen. Erst in den Playoffs, als Rick Adduono konsequent vier Reihen durchrollte, fand er wieder zu seiner offensiven Form und wusste mit 3 Punkten aus 8 Spielen auch statistisch zu überzeugen. Die Pinguine wissen aber, was sie an dem jungen Flügelstürmer haben und verlängerten den Vertrag bis 2013. Für ihn lautet das Ziel jetzt, die schwächere Saison 2010/11 abzuhaken und an seine starken Leistungen der Vorsaison anzuknüpfen. Und überbewerten sollte man das vergangene Jahr nicht. Für junge Spieler ist es normal, auch einmal eine Phase zu durchlaufen, in der es nicht so läuft. Wichtig ist, wieder aufzustehen - und das ist Michi allemal zuzutrauen!
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